Waldbaden - Shinrin Yoku

Waldbaden – Gelassenheit in der Natur entdecken

Der Alltag beansprucht uns sehr. Beruflicher Termindruck, familiäre Verpflichtungen, die Organisation des Haushaltes und vieles mehr bestimmen unser oft hektisches Leben. Vielen von uns fällt es schwer sich zu entspannen und den Alltagsstress bewusst hinter sich zu lassen. In Japan bedient man sich hierfür seit Jahrzehnten einer besonderen Methode. „Shinrin Yoku“ oder „Waldbaden“ bedeutet, sich für geraume Zeit achtsam und mit allen Sinnen der Natur zugewandt im Wald aufzuhalten. Durch die Anleitung des Dozenten kann dieser Aufenthalt dazu beitragen, Stress abzubauen und erfrischt und gestärkt in den Alltag zurück zu kehren.

 

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungen nur bei extremen Wetterlagen abgesagt werden. Da die Gruppen schlendernd unterwegs sind, ist ausreichend warme Kleidung ratsam. Auch für Getränke ist durch den Teilnehmer selbst zu sorgen. Die Veranstaltungen sind körperlich nicht anspruchsvoll und somit auch für Menschen mit geringer Fitness bestens geeignet.

Was ist Waldbaden?

Shinrin Yoku ist ein Begriff, den das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forst und Fischerei 1982 etablierte. Übersetzt bedeutet es so viel wie „ein Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen“ oder abgekürzt „Waldbaden“. Hierbei geht es darum, sich absichtslos, langsam und mit geöffneten Sinnen in der Natur aufzuhalten und immer wieder zu verweilen. (Winter, Esther (2018): Waldbaden – Das Praxisbuch; Entspannung lernen - Achtsamkeit üben; Christian Verlag GmbH München)

Seit 2012 existiert an japanischen Universitäten ein Forschungszweig, der sich mit der Wirkung des Walds auf den Menschen befasst. Als gesichert gelten positive Effekte auf den Hormonhaushalt, das Immun- sowie das Nervensystem. (Winter, Esther (2018): Waldbaden – Das Praxisbuch; Entspannung lernen - Achtsamkeit üben; Christian Verlag GmbH München) Untersuchungen zufolge kann der Aufenthalt im Wald im Sinne eines Waldbades den Blutdruck senken, den Herzschlag sowie die Atmung verlangsamen, Stresshormone abbauen und sich positiv auf Anzahl und Aktivität der körpereigenen Killerzellen auswirken. (Felber, Ulli (2018): Waldbaden – Das kleine Übungshandbuch für den Wald; Schirner Verlag Darmstadt) Diese Effekte sind unter anderem auf die sogenannten Terpene zurückzuführen.  Dabei handelt es sich um komplexe Moleküle, die sich in ätherischen Pflanzenstoffen finden. Sie dienen zur Abwehr von Fressfeinden sowie zur Kommunikation zwischen Pflanzen (einer Art).

Ein Waldbad von mindestens zwei Stunden kann somit dazu beitragen, zu entschleunigen und das Wohlbefinden zu verbessern. Es wirkt präventiv, ist allerdings nicht als Alternative zu Schulmedizin zu verstehen, sondern wirkt präventiv sowie als begleitende Maßnahme. Bei ernsthaften Erkrankungen ersetzt ein Waldbad nicht den Gang zum Arzt. (Winter, Esther (2018): Waldbaden – Das Praxisbuch; Entspannung lernen - Achtsamkeit üben; Christian Verlag GmbH München)